Schattenplätzchen erwünscht !

So gerne man die wärmenden Sonnenstrahlen auch geniesst, so schnell wird es einem schon zu heiss und man wechselt an einen beschatteten Ort. Wer nicht zu den Sonnenanbetern gehört, sollte bereits bei der Planung des Gartens, oder der Terrasse schattige Plätze miteinbeziehen.

Es ist bald mitten im Sommer und die Temperaturen klettern über die 30 Grad-Marke. In dieser Jahreszeit ist der Garten ein willkommener Aufenthaltsort. Doch wer sich bei solch hohen Temperaturen in der prallen Sonne aufhält, sehnt sich bald nach ein wenig Schatten. Glücklich können sich jene schätzen, die in ihrem privaten Aussenraum einen oder mehrere Schattenplätze zur Auswahl haben.

Sich die Natur zunutze machen

Die natürlichsten und angenehmsten Schattenspender sind Bäume. Unter einer ausladenenden Baumkrone ist es auch in der grössten Sommerhitze meist angenehm kühl. Zunächst sollte aber genau überlegt werden, ob die Grösse des Grundstücks überhaupt einen Baum zulässt – oder zumindest ein Gehölz mit einer kleinen Krone. Ist ausreichend Platz vorhanden bieten sich Bäumemit ovalen oder kegelförmigen Kronen an. Willkommene Schattenspender im Bereich von Sitzplätzen sind mehrstämmige Gehölze mit schirmförmiger Klrone wie die Kupferfelsenbirne oder der Blasenbaum. Selbst für kleinste Reihenhäusergärten gibt es Exemplarre, die aufgrund ihres schmalen Wuchses passen. Hier sollte allerdings beachtet werden, dass diese schlanken, säulenförmigen Gehölze weniger Schatten werfen.

Sehr beliebt und erst so richtig im Kommen sind auch einstämmige Bäume mit flachgezogener Krone. Hierbai handelt es sich um eine „Dachform“ geschnittene und gezogene Züchtung, bestens geeignet für begrenzte Platzverhätnisse. Soll der Baum zudem nahe am Gebäude stehen, empfiehlt es sich, ein Gehölz mit lichter Krone und feinem Laub zu wählen. So werden benachbarte Wohnräume nicht zu Dunkelkammern.

Pergola und Laube

Wo ein natürlicher Sonnenschutz durch Räume oder Sträucher fehlt, liegt ein Sitzplatz an praller Sonne trotz schönstem Sommerwetter meist verwaist da. Baluiche Schattenlösungen bieten in solchen Situationen die bestmögliche Alternative zum Schatten unter Bäumen. Eine Option ist die Beschattung mit Kletterplanzen. Diese benötigen jedoch ein Klettergerüst.Als ideale Kletterhilfen bieten sich Pergolas und Lauben an. Während eine Laube frei im Gelände steht, lehnt sich eine Pergola immer an ein Bauwerk an. Auch die Ableitung des Wortes aus dem lateinischen besagt, dass eine Pergola die Verlängerung eines Gebäudes charakterisiert. Schon in der Antike wurden Pergolas in privaten Villen eingesetzt, um einen schattigen Durchgang zwischen zwei Arealen zu schaffen. Eine Pergola wie auch eine Laube sind bei richtiger Planung ausrucksstarke und attraktive Gestaltungselemente.

Für welches Modell man sich entscheidet, hängt von der Architektur des Hauses, dem Gartenstil, aber auch von den individuellen Vorlieben der Bauherren ab. Zu einem formalen architektionischen Gartenstil passen besonders gut Stahl-oder Aluminiumkonstruktionen. In mediteranen oder romantischen Gärten sind reine Holzbauweisen oder solche in Kombination mit Natursteinen besonders verbreitet. Crèmeweisse Kletterhortensien, Wilder WEin, die langen Blütentrauben des Blauregens oder die dekorativen Blüten der Clematis überwachsen die Pergolas oder Lauben. Aber auch Weinreben oder Kiwis schmücken den Raum darunter und verwandeln ihn in einem luftdurchlässigen Baldachin. Damit eine Pergola oder Laube einem Schattenspender gerecht wird und gleichzeitig die gestalterische Qualität erfüllt, kommt der Pflanzenauswahl einebesondere Bedeutung zu. Klassiche Holz-Natursteinkonstruktionen sind meist robust und solide gebaut und eignen sich besonder für eine üppige Begrünung mit Glyzinien, Kiwis oder Weinreben. Leichte und elegante Metallkonstruktionen, teilweise kombiniert mit einem filigranen Drahtgeflecht, sind wie geschaffen für einen zarten Bewuchs aus Kletterrosen und Clematis.

Das Spiel von Licht und Schatten

Eine Pergola kann selbstverständlich auch ohne Begrünung bleiben und dennoch genügend Schatten spenden. Hier eröffnet die Konstruktion mit einem Lamellendach eine neue Seite im Spiel mit Licht und Schatten. Solche Modelle lassen die Lamellen je nach Wunsch mit einer Kurbel oder einem automatischen Antrieb bewegen. Dadurch kann der Einfluss von Sonne und Schatten nach eigenen Bedürfnissen dosiert werden. Sehr gefragt sind auch Aluminium-Pergolas mit Horizontalfaltstoren. Die Bespannung aus PVC-beschichtetem Gewebe bieten guten Schutz gegen UV-Strahlen und Regen – eine interessante Alternative für den zeitgemässen Aussenraum.

Das Segel setzten.

Ein optisches Ausrufezeichen der modernen Art ist ein fest installiertes Sonnensegel. Diese Beschattungsvariante findet immer mehr den Weg auf die Terrasse und in den Gartenraum. Sonnensegel bieten einen hohen individuellen Gestaltungsspielraum mit einer breiten Farbauswahl. Dadurch kann auch die Integration des Segels in ein bestehendes Gartenkonzept harmonisch realisiert werden. Segelkonstruktionen nehmen keinen zusätzlichen Platz in Asnpruch und können den ganzen Sommerüber im Freien stehen bleiben. Die Farben sind unifarbene Stoffe in einem zarten und naturnahen Look. Als Gegenpol dazu sieht man oft auch starke Farben wir Rot, Gelb oder Orange.

Wer ein der nächsten Hitzeperiode einen angenehmen und kühlen Platz im Schatten sein Eigen nennen möchte, sollte sich die Beratung eines Fachmanns aus der grünen Branche zur Hilfe nehmen. Dieser verfügt über das notwendige Fachwissen und kennt sich zudem in den gesetzlichen Grenzabständen und baulichen Vorschriften aus. Ausserdem geht man auf Nummer sicher, dass spätzer tatsächlich der gewünschte Platz beschattet wird.